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Schnaggenmühle (Mlynářka) bei Neid (Závist), durchflossen von der Radbuza

Das einzige bislang bekannte historische Foto der Schnaggenmühle - Ungefährer Standort der Mühle heute (sie lag an der Radbuza) - Die Infotafel und rechts das mutmaßliche Fundament der Kapelle - Detailaufnahme der Infotafel - Marterl in nördlicher Richtung (kurz vor der Straßenabzweigung nach Waier/Rybník) - Alter Ortsplan von Neid (Závist) mit der Schnaggenmühle, nicht maßstabsgetreu. - Letztes Bild: Eine Altstraße aus der frühen Neuzeit, die parallel zur heutigen Teerstraße von Neid nach Friedrichshof (Bedřichov) und Waier (Rybník) führte. 

 

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Der Ortsname ist wohl ein Neckname: "Schnaggen", also Mücken, fühlten sich an der Stelle recht wohl.

 

Das Mysterium der Schnaggenmühle ist die Kapelle, die im Jahre 1846 von dem Müllner Strenzl erbaut wurde. An dieser Stelle war zweihundert Jahre vorher möglicherweise der Freiherr Franz Friedrich von Wiedersperg (1644-1734) geboren worden. Johann Micko berichtet hierzu: "Als im Jahre 1644 die Schweden Muttersdorf  [Mutenín] besetzten,  flohen die Bewohner und auch der Herr Wiedersperg in den Wald. Seine Gemahlin gebar am 19. Juni unter einer Tanne in einer Waldschlucht beim Dorfe Neid einen Sohn, starb aber infolge der Drangsale nach vier Wochen. Der Sohn war der spätere Besitzer Friedrich Franz von Wiedersperg. Es ist nicht wahrscheinlich, dass man diese ungewöhnliche Geburtsstätte nicht bezeichnet hätte; man wird wohl einen Stein, ein Kreuz oder eine Säule gesetzt haben und nachdem diese Zeichen verfallen waren, wird wohl Strenzl dieses Kapellchen erbaut haben, das noch heute oberhalb der ehemaligen Schlucht auf einem trockenen Platze steht. An der Außenmauer sind einige Buchstaben übertüncht, die man für "v. Wiedersperg" ansehen kann." (Johann Micko, Geschichte der zur früheren Herrschaft Muttersdorf gehörigen Gemeinden Waier, Rindl, Neid und Schwarzach. 4. Heft der Muttersdorfer Heimatkunde. Muttersdorf 1924, S. 39).


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