Kriegstote 1945: Die Opfer der Kampfhandlungen im April und Mai 1945 im Raum Waldmünchen, Furth im Wald, Taus (Domažlice), Bischofteinitz (Horšovský Týn)

 

Ein großes Anliegen dieser Internetseite ist, in Ergänzung und Fortsetzung des Buches "Endkampf im Böhmerwald", die Erfassung möglichst all jener Todesfälle, die Ende April und Anfang Mai 1945 durch die Kampfhandlungen zwischen der US Army und der Wehrmacht im bayerisch-böhmischen Grenzraum rund um Waldmünchen eintraten. Einbezogen sind der Altlandkreis Waldmünchen, der damalige Kreis Bischofteinitz (Horšovský Týn) und die damals zum politischen Bezirk Taus (Domažlice) gehörenden Gebiete, etwa entlang der Linie Weißensulz (Bělá nad Radbuzou)-Kdyně .

Diese geographische Abgrenzung ist freilich in gewissem Sinne künstlich: Auch nördlich der Kreisgrenze im Kreis Tachau (Tachov), rund um Pfraumberg (Přimda) und Haid (Bor) starben Anfang Mai weit über 30 deutsche und ein gutes Dutzend US-Soldaten. Das gemessen an der Kürze des Zeitraums größte Gemetzel fand im Kreis Klattau (Klatovy) entlang der Linie Neuern (Nýrsko) - Hartmanitz (Hartmanice) statt, mit den Brennpunkten Haidl am Ahornberg (Zhůří) und Stubenbach (Prášily): Hier ist nur für den 3. bis 6. Mai 1945 von einer Opferzahl von insgesamt bis zu 100 Toten auszugehen, davon etwa zwei Drittel deutsche Soldaten. Auch diese Fälle sollen hier zukünftig aufgearbeitet werden.

Aktuell noch nicht erfasst sind die Opfer der Todesmärsche in diesem Gebiet (mehrere hundert – auch sie sollen später eigens berücksichtigt werden) sowie der Ausschreitungen gegen Sudetendeutsche nach Kriegsende (über 200), auch wenn sich naturgemäß "Überschneidungen" ergeben können.

Oberstes Prinzip ist es mir, jeden Todesfall durch amtliche oder als offiziell anzusehende Quellen zu belegen. Als solche gelten: Die Sterbematrikel der Pfarreien und Standesämter, die Datenbank des Volksbunds deutsche Kriegsgräberfürsorge, die Einsatzberichte der US Army ("Morning Reports") sowie die internen Dokumente der tschechischen Verwaltung nach 1945 (SOkA Domažlice, Bestände ONV Domažlice i.č. 451, 555, 783; 2030; ONV Horšovský Týn 383). Fälle, die in diesen Quellen nicht sicher nachgewiesen werden können, für die es jedoch glaubwürdige Hinweise in der heimatgeschichtlichen Literatur oder durch Zeitzeugenaussagen gibt, sind mit einem Sternchen * gekennzeichnet. Unbekannte Tote sind mit "N.N." gekennzeichnet. Es ist zu beachten, dass sich hinter solchen Unbekannten auch namentlich bekannte Tote verbergen können. - Für Abkürzungen und die deutsch-tschechischen Ortsnamen siehe die unten angehängte Übersicht.

Es wurden folgende Kategorien gebildet:

- "gefallen": bei Soldaten, nur bei sicherem Kampfbezug. – Die gefallenen US-Soldaten gehörten alle, soweit nicht anders vermerkt, zur 90. Infantry Division (357., 358., 359. Regiment etc.)

- "erschossen": Soldaten und Zivilpersonen außerhalb von Kampfhandlungen. Meistens sind dies Todesfälle, bei denen Zivilisten zwischen die Fronten gerieten und z.B. nicht über eine Ausgangssperre informiert waren, oder weil Soldaten in einer Kurzschlussreaktion flüchteten. Jedoch sind hier auch Mordfälle an Zwangsarbeitern, Häftlingen etc. eingeordnet.

- "tödlich verwundet": nur bei Zivilpersonen (Todesursache meist Artilleriebeschuss)

- "verstorben": nach Verwundung später verstorben (†), eingeordnet jedoch unter dem Datum der Verwundung

 

Die Auflistung wird stets erweitert und präzisiert, falls sich neue Erkenntnisse ergeben. 

Auch die Hinzufügung von Fotomaterial und die Darstellung von Einzelschicksalen ist geplant.

Auch bei diesem Thema gilt: Jedes Detail kann wichtig sein! Bitte kontaktieren Sie mich.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass sich laufend kleinere Änderungen auch für die schon erfassten Todesfälle ergeben können.

Ich danke allen Personen und Institutionen, vor allem dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, für die jahrelange Unterstützung. Etwaige Fehler oder Unstimmigkeiten gehen alleine zu meinen Lasten.

 

Die enorm hohe Opferzahl innerhalb nur weniger Tage, kurz vor Kriegsende in einem regional begrenzten Gebiet, macht verständlich, weshalb im Zweiten Weltkrieg Millionen von Menschen, Soldaten wie Zivilisten, starben.

Zu denken geben soll der Satz des griechischen Historikers Herodot (5. Jahrhundert vor Christus):

"Niemand ist doch so voller Unverstand, den Krieg anstelle des Friedens zu wählen.

Denn im Frieden begraben die Söhne ihre Väter, im Krieg aber die Väter ihre Söhne." (Buch I, Kap. 87)

 

Neuigkeiten ("Updates"):

Aktuell laufen Nachforschungen zum Raum Cham mit Chammünster, Windischbergerdorf, Katzbach-Loibling, Untertraubenbach sowie zum Raum Kötzting mit Lohberg und Miltach.

 

- 07.12.2019: Korrektur der Todesursache der Soldaten F. Berlinghof und M. Spann bei Premeischl (wohl nicht im Kampf gefallen, sondern erschossen)

- 23.09.2019: Neuer Todesfall Wehrmacht: Leo Merker, +25.4.1945

- 20.09.2019: Drei neue Todesfälle Wehrmacht: siehe unter 25. April (Friedrich Berlinghof und Max Spann bei Premeischl, Hans Philipp Fornoff bei Öd-Löwendorf)

- 21.08.2019: Neuer Todesfall (Wehrmacht, 11.Pz.Div.): Alois Schöfer, +8.5.1945

- 13.08.2019: (a) Präzisierung der Identitäten von Karl Ilgen und Theodor Opper (nicht Oppen), beide +25.4.1945 bei Treffelstein/Waldmünchen;

(b) zu Bender, Habenicht, Tappe (2./3.5. Raum Prennet/Spálenec): Ein sehr gut informierter Zeitzeuge kann sich nicht an Feldgräber im Raum Prennet erinnern. Vielleicht also wurden die Gefallenen von der US Army mitgenommen und auf einem in Deutschland gelegenen Friedhof bestattet.

- 07.06.2019: Neuer Todesfall (Wehrmacht, 11. Pz.Div.): Kurt von Uexküll, +2.5.1945

- 18.05.2019: Neuer Todesfall (Wehrmacht, 11. Pz.Div.): Karl Esterl, +5.5.1945 bzw. 14.5.1945

- 21.03.2019: Umfangreiche Änderungen und Ergänzungen bei folgenden Todesfällen (Wehrmacht), vor allem für die Erstbestattungsorte (Feldgräber, Friedhöfe), aber auch für die Truppenteile:

Bender, Habenicht, Tappe (unter 2./3.5., Raum Prennet/Spálenec), Joller (unter 2./3.5., Babylon), Scholl (unter 4.5., bei Taus), Kuhlenkamp, Schmidt, Piehl, Rauch, Schäfer, Richter (unter 30.4. sowie "Sterbefälle Lazarette" ganz am Ende; alle Kubitzen/Kubice bzw. Friedhof Vollmau/Folmava), Geis bzw. Gies, Scheu, Mai, Mika, Mailänder (28.4. und 1.5.; alle Raum Neid/Závist-Waier/Rybník, am Bernsteiner Rücken), Adam (unter "ab 5. Mai..."; Schüttarschen/Štítary), Fedder (unter 25.4.; Biberbach bei Waldmünchen), Gerstenhöfer (unter 1.5.; Stanětice), Hammerstein (unter 4.5.; Wottawa/Otov), Rauch (unter 26.4.; Waier/Rybník).

Der Gefallene Peter Kaschta, bisher unter 5.5. für Taus/Domažlice erfasst, wurde gestrichen, weil er in Domaželice (Kreis Přerov) fiel.

 

- 11.03.2019: Neuer Todesfall (Wehrmacht): N.N. bei Heuhof (Sruby) / Hirschau (Hyršov) am 2.5.1945 (Name vermutlich: Peter Allard)

- 20.01.2019: Präzisierung zum Gefecht bei Münchsdorf (Mnichov)-Hoslau (Hvožd'any) am 1.5.1945

- 19.11.2018: Link zur Chronik (Pamětní Kniha) von Koloveč (am 17.5.1945 sechs "SS-Männer" erschossen)

- 20.09.2018: Todesfall des US-Soldaten John H. Coffman (wohl 13.5.1945 in Kolinec)

- 30.08.2018: Zwei neue Todesfälle tschechischer Zivilisten: Nina "Darmochlebova" 30.4.1945 in Havlovice, Jan Pelnář am 3.5.1945 in Mrákov

- 24.08.2018: Neuer Todesfall (Wehrmacht, 11. Pz.Div.): Johann Theodor Holtkamp +3.5.1945 in Maxberg (Maxov)

- 18.08.2018: Präzisierung gefallene Soldaten bei Hannesried-Schönau; Präzisierung vier tote Flüchtlinge bei Fürthel (Brudek)

- 21.07.2018: Drei neue Todesfälle (Wehrmacht) Raum Waldmünchen/Rötz: Josef Nakielski +23.4., Edmund Fedder +25.4., Franz Ast +25.4.1945

- 30.06.2018: Todesdatum Clarence M. Wardlow (+26.4.1945); Schicksal von Franz Weißenberger (Ronsperg-Wonischen)

 

23. April

 

a) deutsche Soldaten

- Nakielski, Josef  (= Józef) (Schütze, Ld.Schtz.Ers.Batl. Frankfurt-Bonames): Bernried bei Rötz, wohl gefallen. Erstbestattet im Friedhof Bernried, 1955 nach Hofkirchen (Kriegsgräberstätte) übergeführt.

- *N.N. (angebl. SS-Mann): Rötz, am Rödelanger, gefallen/erschossen. Bestattungsort unbekannt.

Zusatz: Angeblich wurden unter der Schwarzachbrücke in Rötz zwei Deserteure der Wehrmacht von den eigenen Leuten erschossen. Es kann sich durchaus um ein und denselben Vorfall handeln.

- *N.N. (angebl. SS-Mann): Schönthal, verwundet/später im Lazarett Waldmünchen oder Klentsch verstorben? (Information unsicher)

 

b) deutsche Zivilisten

- Althammer, Karl: Waldmünchen, am Böhmerkreuz, tödl. verwundet (Tiefflieger). Bestattet im Friedhof Waldmünchen.

- Pintz, Wenzel: Alt-Gramatin (Starý Kramolín) bei Hostau, tödl. verwundet (Tiefflieger). Bestattet im Friedhof Muttersdorf (Mutěnín).

 

Zusatz: Tieffliegerangriffe waren an der Tagesordnung, vor allem auf Züge und Bahnhöfe:

- am 21. April starb bei Premeischl eine junge Frau (Dienstmagd) durch Tiefflieger

- am 20. April fielen im Bahnhof Miltach 15 deutsche und ein italienischer Soldat durch Tieffliegerangriff

- am 17. oder 18. April starben bei Erzhäuser zwischen Bodenwöhr und Neunburg vorm Wald zwei junge Frauen beim Angriff auf einen Zug

- zwischen 16. und 19. April starben bei Tieffliegerangriffen auf die Bahnhöfe von Blisowa (Taus) und Furth nachweislich 12 Personen, darunter 9 deutsche Soldaten

- am 1. März tötete ein Angriff auf einen Zug bei Bodenwöhr-Altenschwand 28 zivile Opfer

- am 25. Februar wurden im Bahnhof Taus-Domažlice sogar 54 junge Angehörige (alle erst 17 Jahre alt) des Reichsarbeitsdienstes (RAD) getötet, außerdem eine Frau.

Auch der Luftkrieg war nicht "ritterlich", sondern diente dem Töten und der Vernichtung. Jede Heldenverehrung von Piloten aller Kriegsparteien ("Jagdfliegerasse", "Experten", "Flying Aces", "heroes", "letecké eso") ist abzulehnen!

 

 

24. April

 

- zwei russische Häftlinge: Grafenried (Lučina), erschossen (Mord) von Deutschen. Erstbestattet am Tatort, dann umgebettet in den Friedhof Grafenried.
 

25. April

 

a) deutsche Soldaten

- Dressel, Eugen: Hauptmann, Schönsee, gefallen (verwundet-verstorben). Erstbestattet im Friedhof Schönsee, dann übergeführt in die Heimat (Württemberg)

- Reinert, Helmut: Uffz., Schwand-Schönsee, gefallen. Erstbestattet im Friedhof Schönsee, dann nach Hofkirchen (Kriegsgräberstätte) übergeführt.

- * N.N. / Merker, Leo: bei Schönau im Ortsteil Schelleneck, Richtung Perlthal. Erstbestattet vor Ort, dann wohl von den Angehörigen übergeführt in die Heimat bzw. vom Volksbund nach Hofkirchen.

- * N.N.: / Merker, Leo: bei der Hannesrieder Mühle zwischen Schönau und Tiefenbach. Erstbestattet im "Bicherl", dann wohl von den Angehörigen übergeführt in die Heimat bzw. vom Volksbund nach Hofkirchen.

- Merker, Leo (Alter: 15 Jahre, vermutlich HJ-Angehöriger der Panzervernichtungsbrigade Hessen-Nassau): bei Tiefenbach gefallen, höchstwahrscheinlich identisch mit einem der beiden vorgenannten N.N. Endgrablage von Leo Merker: Kriegsgräberstätte Hofkirchen.

- Ilgen, Karl (HJ, vermutlich Panzer-Vernichtungsbrigade Hessen-Nassau, Alter: 16 Jahre!): zwischen Treffelstein u. Tiefenbach, gefallen / beim Davonlaufen erschossen. Erstbestattet im Friedhof Treffelstein, dann übergeführt in die Heimat (Wiesbaden-Naurod).

- Opper, Johann Heinrich Konrad Theodor (HJ, Panzer-Vernichtungsbrigade Hessen-Nassau, Alter: 16 Jahre!): zwischen Treffelstein u. Tiefenbach, gefallen / beim Davonlaufen erschossen. Grab im Friedhof Treffelstein, in Privatpflege.

- Fedder, Edmund Gerhard (Gefr., 1. Kp./Veterinärersatzabteilung 12): Biberbach bei Waldmünchen, wohl gefallen. Bestattet im Friedhof Biberbach (zuvor vermutlich bei Witzelsmühle in einem Feldgrab) und 1955 nach Hofkirchen (Kriegsgräberstätte) übergeführt.

- Berlinghof, Friedrich (Uffz.): Premeischl (zwischen Rötz und Waldmünchen), wohl erschossen von US-Soldaten.

- Spann, Max (Stabsfeldwebel): Premeischl (zwischen Rötz und Waldmünchen), wohl erschossen von US-Soldaten.

Laut Zeitzeugenberichten hatten sich Berlinghof und Spann in einer Scheune versteckt, wurden von den einmarschierenden US-Soldaten entdeckt und wohl außerhalb einer Kampfsituation erschossen. Die Toten wurden zunächst vor Ort bestattet (Feldgrab) und 1952 in die Kriegsgräberstätte Regensburg übergeführt.

 

- Becker, Werner (HJ, Panzer-Vernichtungsbrigade IV. Bat. / 10.Kp., Alter: 14 Jahre!): Löwendorf (Pemfling), gefallen

- Riess, Walter (HJ, Panzer-Vernichtungsbrigade IV. Bat. / 10.Kp., Alter: 15 Jahre!): Löwendorf (Pemfling), gefallen

- Eberl, Gottfried (RAD-Mann, RAD-Abt. 2/298, Alter: 16 Jahre!): Löwendorf (Pemfling), gefallen

- Ast, Franz Josef (Uffz.): Löwendorf (Pemfling), gefallen

Diese vier Toten wurden erstbestattet im Friedhof Grafenkirchen. Die Kindersoldaten Becker, Eberl und Riess wurden um 1955 nach Hofkirchen (Kriegsgräberstätte) übergeführt, der Unteroffizier Ast im Jahre 1956 in seine Heimat nach Saarbrücken.

- (25./26. April:) Fornoff, Hans Philipp (vermutlich HJ-Panzer-Vernichtungsbrigade): Öd (zwischen Rötz und Löwendorf),  amtliches Todesdatum 26. April gefallen. Zunächst in einem Feldgrab vor Ort begraben, 1952 in die Kriegsgräberstätte Regensburg übergeführt.

 

Volkssturm:

- Horn, Thomas: Friedrichshäng, gefallen (verwundet, † 7.5.). Bestattet Kriegsgräberstätte Weiden.

- Simbeck, Alois: Friedrichshäng, gefallen (verwundet, † 26.4.). Bestattet Kriegsgräberstätte Weiden.

- Müller, Josef: zwischen Paadorf und Oberhütten (Hraničná-Horní Huť), gefallen. Bestattet vermutl. im Friedhof Waier (Rybník).

 

 b) deutsche Zivilisten

- Zangl, Josef: Schönau-Schelleneck, erschossen von US-Soldaten, oder Herzschlag?

- Gradl, Anna: Friedrichshäng, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Schweiger, Barbara: Friedrichshäng, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Wild, Heinrich (Kind): Friedrichshäng, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Fleischmann, Barbara: Oberhütten (Horní Huť), tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Wiedl, Sophia: Oberhütten, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Markgraf, Josef (?) (Hausname "Haller"): Oberhütten, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Markgraf (Ehefrau): Oberhütten, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Hüttl, Martha (Kind): Wenzelsdorf bei Plöss (Václav-Pleš ), tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Licha, Josef: Wenzelsdorf, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Licha, Katharina: Wenzelsdorf, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Pawlitschko, Rosina: Wenzelsdorf, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Schottenhaml, Anna: Wenzelsdorf, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Wild, Josef: Wenzelsdorf-Plöss, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Zeug, Michael: Schönsee, als vermeintlicher deutscher Soldat erschossen von US-Soldaten

- Bauer, Johann: Grafenried (Lučina), tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Bauer, Margaretha: Grafenried, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Lang, Marie: Weißensulz (Bělá nad Radbuzou) tödl. verwundet (US-Tiefflieger)

- Wagner, Barbara: Rannersdorf, erschossen von US-Soldaten

- Wittmann, Josef (NS-Ortsgruppenleiter): gewaltsamer Tod in Arnschwang

Alle diese Ziviltoten wurden in den jeweiligen Pfarrfriedhöfen bestattet.

Zusatz:  In Unterhütten (Dolní Hut') wurde am 7. April 1945  Michael Hubatsch aus Paadorf "irrtümlich" von einer Wache des Volkssturms erschossen.

 

c) US-Soldat

- Stende, Eugene L. (S Sgt, 3. Bat., 357. Reg.): Löwendorf (Pemfling), gefallen. Bestattet im Friedhof Flom (Minnesota/USA).

 

d) andere

- N.N., russischer Kriegsgefangener: Mirschikau( Mířkov), erschossen von deutschem Wachposten. Bestattet im Friedhof Mirschikau, beim Leichenhaus.

Zusatz: Ebenfalls bei Mirschikau kam am 18. April ein unbekannter Soldat der "Wlassow-Armee" durch einen Unfall mit einer Handgranate ums Leben. Bestattungsort: Friedhof Mirschikau, südöstliche Ecke.

- N.N., Name vermutlich "Nikofor" oder "Nikifor", Vorname: "Chwilko" (Pole oder Russe): erschossen von deutschen Soldaten oder Wachposten, bestattet im Friedhof Muttersdorf (Mutěnín). Dieser Todesfall wird in der "Chronik der Pfarrgemeinde Berg" (Furth im Wald, 1976) erst dem 1. Mai zugeordnet.

 

26. April

 

a) deutsche Soldaten

- N.N. (30. SS-Div. Weißruthenien): Waldmünchen, am Spital, gefallen

- N.N. (30. SS-Div. Weißruthenien): Waldmünchen, am Marktplatz, gefallen

Bestattungsort dieser beiden im Straßenkampf Gefallenen: Friedhof Waldmünchen (innerhalb des Friedhofs 1995 nochmals umgebettet)

- Dockter, Arthur (Unterfeldmeister, RAD): Waldmünchen, Waldabteilung Gudowitz, gefallen

- Molzahn, Herta (Rotkreuzschwester/Flakhelferin): Waldmünchen, Waldabteilung Gudowitz, gefallen

- Schoen, Hansjürgen (Leutnant, Aufklär.Abt. 11, 11. Pz.Div.): Waldmünchen, Waldabteilung Gudowitz, gefallen

- Ziegfeld, Werner (Hfw., 11. Pz.Div.): Waldmünchen, Waldabteilung Gudowitz, gefallen

Dockter, Molzahn, Schoen und Ziegfeld, die wohl durch Artillerievolltreffer starben, wurden im Friedhof Waldmünchen erstbestattet (Sammelgrab) und 1955 nach Hofkirchen (Kgst.) übergeführt.

- Schulze-Frieling, Karl Hugo (OGefr., Aufklär.Abt. 11, 11. Pz.Div.): Waldmünchen/Höll, am Zollhaus, gefallen. Verbleib der Leiche unbekannt, vermutlich vom Gräberdienst der Amerikanern weggebracht  (Nürnberg-Südfriedhof?) oder als Unbekannter nach Hofkirchen übergeführt.

- *N.N.: Waldmünchen/Englmannsbrunn, gefallen. Zunächst vor Ort begraben, dann abgeblich von den Angehörigen in die Heimat (nördl. Oberpfalz?) gebracht.

- Stadlbauer, Josef (Offiz.-Bewerber, Skijäger-Reg. Taus): Böhmisch-Schwarzach (Švarcava) , gefallen. Zunächst vor Ort begraben, dann von den Angehörigen in die Heimat (Friedhof Waldmünchen) gebracht. Der Trauergottesdienst fand am 18. November 1945 in Waldmünchen statt.

- Strücker, Kurt Theodor Albert (Ofw.): Raum Waier (Rybník), gefallen 26.-28.4. (amtlich 8.5.). Bestattet im Friedhof Waier (Rybník).

- Rauch, Josef (Uffz. Luftwaffe, 1./Nahaufklärungsgruppe 2, Bodenpersonal): Raum Waier, gefallen 26.-28.4. (beerdigt am 11.5.). Bestattet im Friedhof Waier (Rybník).

- Haas, Werner (Flieger/Luftwaffenhelfer): Furth im Wald, am Postamt, gefallen. Bestattungsort unbekannt.

 

Volkssturm:

- Ruhland, Georg: Waldmünchen, am Fischerbügerl, erschossen von US-Soldaten. Bestattet im Friedhof Waldmünchen.

- Achatz, Anton: Haselbach (Lísková), am Bartlfels (Selbstmord/Unfall). Zunächst vor Ort begraben, dann im Friedhof Wassersuppen (Nemanice) bestattet.

 

b) deutsche Zivilisten

- Frank, Michael: Tiefenbach, erschossen von US-Soldaten. Bestattet im Friedhof Tiefenbach.

- Hintermeier, Renate (Kind): Waldmünchen, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Schön, Martha-Luise (Kind): Waldmünchen, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Ederer, Michael: Waldmünchen, am Köckkeller, erschossen von US-Soldaten

Die Kinder Hintermeier und Schön sowie Ederer wurden im Friedhof Waldmünchen bestattet.

- Meixensperger, Josef (Kind): Waldmünchen/Hochabrunn, erschossen von US-Soldaten. Bestattet im Friedhof Ast.

- Kurz, Gotthard: Waldmünchen/Englmannsbrunn (verwundet, † 29.1.1946). Bestattungsort unbekannt.

- Lingansch, Karl Heinz (Kind): Böhmisch-Schwarzach (Švarcava), tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Lingansch, Gerda: Böhmisch-Schwarzach, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Kupke, Hilde: Böhmisch-Schwarzach, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Lindmeier, Anna (Kind): Böhmisch-Schwarzach, tödl. verwundet (US-Artillerie)

Diese vier Toten (es handelte sich um Kriegsflüchtlinge aus Schlesien u. Rumänien) wurden, zusammen mit Ignaz Notschwin (siehe unten), zunächst im Friedhof Stadlern bestattet, später zur Kriegsgräberstätte Hofkirchen übergeführt.

- Braun, Anna: Bayerisch-Schwarzach, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Tochter von Anna Zangl (Kind): Bayerisch-Schwarzach, tödl. verwundet (US-Artillerie)

- Zangl, Albert (Kind): Bayerisch-Schwarzach, tödl. verwundet (US-Artillerie)

Diese drei Toten wurden im Friedhof Stadlern bestattet.

- *N.N., Frau: Neid (Závist), tödl. verwundet (Information u. Datum unsicher). Bestattungsort unbekannt (Friedhof Waier?).

- Obl, Johann: Furth im Wald, tödl. verwundet (vermutlich US-Artillerie). Bestattungsort unbekannt.

 

c) US-Soldaten

- Holland, Clifford A. (Pfc, 3. Bat., 359. Reg.): Waldmünchen, gefallen (amtlich 27.4.). Bestattet im Friedhof Stroud (Oklahoma/USA).

- Spath, Albert F. (Pfc, 3. Bat., 359. Reg.): Waldmünchen, gefallen (amtlich 27.4.). Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Wardlow, Clarence M. (Tec5, Reconnaissance Troop 90. Inf.): Raum Waldmünchen-Furth, im Einsatz tödl. verunglückt (amtlich 27.4.). Bestattet im Lone Tree Cemetery (Iowa/USA).

- Burgess, Walter C. (Sgt, 3. Bat., 358. Reg.): Böhmisch-Schwarzach (Švarcava), gefallen. Bestattungsort unbekannt, wohl in den USA.

- Wellisch, Nathan A. (Pfc, 3. Bat., 358. Reg.): Böhmisch-Schwarzach, gefallen (amtlich 27.4.). Bestattet im Long Island National Cemetery (USA).

- Campbell, Charles W.J. (Cpl, 3. Bat., 358. Reg.): Stadlern, gefallen (amtlich 27.4.). Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Van Antwerp, James R. (Pfc, 359. Reg.): unbekannt (Militärpolizist, Kampfbezug unklar). Bestattet im Murdoch-Linwood Cemetery (Iowa/USA).

 

d) tschechische Zivilisten und andere

- Notschwin, Ignaz (russischer "Hilfswilliger"): Böhmisch-Schwarzach (Švarcava), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet zunächst im Friedhof Stadlern, später zur Kriegsgräberstätte Hofkirchen übergeführt.

- Baar, Martin: Klentsch (Klenčí pod Čerchovem), tödl. verwundet (US-Luftangriff). Bestattet im Friedhof Klentsch.

- *N.N., "Russe": Klentsch, tödl. verwundet (US-Luftangriff) (Information unsicher). Bestattungsort unbekannt.

- *N.N., polnischer Zwangsarbeiter: Schmalzgruben/Wassersuppen (Nemanice/Nemaničky), erschossen von deutschen Soldaten (Datum nicht sicher). Bestattungsort unbekannt, vermutl. Friedhof Wassersuppen.

- Metrofan, Nosenko (Russe): Milavče/Blížejov , erschossen von Deutschen. Bestattet vermutlich im Friedhof Milavče.

 

 

27. April

 

a) deutsche Soldaten

- Jacob, Walter (Uffz., Stabskp. Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div.): Waldmünchen, Waldabteilung Kramberg, gefallen

- N.N. ("Panzerschütze"): Waldmünchen, Waldabteilung Kramberg, gefallen

Diese beiden Toten wurden im Waldmünchner Friedhof erstbestattet und 1955 in die Kriegsgräberstätte Hofkirchen umgebettet.

- Reichert, Hans (Leutnant): Furth im Wald-Daberg, gefallen

- Bickel, Franz Hermann (OGefr.): Furth im Wald-Seuchau, gefallen

- Lindenlaub, Harry (Soldat, Pz.Gren.Rgt. "Gruse"/11. Pz.Div.): Furth im Wald-Seuchau, gefallen

- Uhlig, Gerhard (OGefr.): Furth im Wald-Seuchau, gefallen

Reichert, Bickel und Lindenlaub ruhen in der Kriegsgräberstätte Hofkirchen. Bemerkungen: Die Leiche von Uhlig wurde von der US Army geborgen und zur Kriegsgräberstätte Nürnberg-Südfriedhof gebracht. Der Gefallene Bickel konnte anfangs nicht identifziert werden, weil im Augenblick seines Todes seine komplette Uniform verbrannt war (Quelle: Stadtarchiv Furth im Wald, 060).

 

Volkssturm:

- Weihrauch, Heinrich: Waldmünchen, am Hagbügerl, erschossen von US-Soldaten. Bestattet im Friedhof Waldmünchen.

- Müller, Wendel: an der Straße Hostau-Ronsperg (Hostouň-Poběžovice) bei Schlattin (Slatina), tödl. verw. (US-Tiefflieger). Bestattet im Friedhof Muttersdorf (Mutěnín).

 

b) deutsche Zivilisten

- *zwei Bewohner (Flüchtlinge?) von Waier (Rybník): tödl. verwundet (US-Artillerie). - Quelle hierfür ist nur die Pfarrchronik von Waier.

- Stauber, Michael: Schneiderhof (Myslív), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Neumark (Všeruby).

- Stauber, Theresia: Schneiderhof, tödl. verwundet (US-Artillerie) (verwundet, † 6.6. oder 9.6.). Bestattet im Friedhof Klattau oder Neumark.

- N.N. (Flüchtlingsfrau aus dem Banat): Schneiderhof, tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Neumark.

- Plattner, Franz: bei Furth (deutsche Artillerie)

 

c) US-Soldaten

- Brooks, Noel W. (Pfc, 1. Bat., 359. Reg.): bei Furth im Wald, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Kermu, Harold W. (Pfc, AT-Co., 359. Reg.): Raum Dalking-Furth, gefallen (verwundet, † 30.4.). Bestattet im Mountain Lawn Cemetery (South Dakota/USA).

- Johannessen, Thor A. (Tec5, 2. Cavalry Reg.): Walddorf (Valddorf, zwischen Plöss/Pleš und Eisendorf/Železná), gefallen. Bestattet im Long Island National Cemetery (USA).

 

 

28. April

 

a) deutsche Soldaten

- Eisenkolb, Ernst (OGefr., 2. Kp./Aufkl.Abt. 11, 11. Pz.Div.): Chodov (Meigelshof), gefallen. Bestattet vermutlich im Friedhof Trhanov (Chodenschloß).

- Mai, Hans (OGefr., 2. Kp./Erg.Kampfgr. IX. Flieger-Korps): Raum Neid (Závist) / am Bernsteiner Rücken, gefallen. Bestattet auf einem Friedhof in der Umgebung.

- Scheu, Vitus (OGefr.): Raum Neid (Závist) / am Bernsteiner Rücken, gefallen (Namensvariante: "Scheu, Manfred"). Bestattet vermutlich an der Straßenkreuzung Neid-Paadorf-Haselberg, 1949 ausgebettet und in den Friedhof Waier (Rybník) übergeführt.

- Mika, Horst (Grenadier oder RAD-Mann): Rindl (Korytany), gefallen. Bestattet vor Ort (wohl Feldgrab).

 

- Langer, Fritz (Oberfeldmeister, RAD): Weißensulz (Bělá nad Radbuzou), gefallen. Bestattungsort unbekannt.

- Schindler, Wolfgang (RAD-Mann): bei Heiligenkreuz (Újezd Svatého Kříže), gefallen

- Schulze, Roderich (RAD-Mann): bei Heiligenkreuz, gefallen

- Bartl, Walter (RAD-Mann): bei Heiligenkreuz, gefallen

- Haffner, Willi (RAD-Mann): bei Heiligenkreuz, gefallen

Die nur 16- und 17-jährigen Kindersoldaten Schindler, Schulze, Bartl und Haffner sind die vergessenen Opfer der "Operation Cowboy" und wurden im Friedhof Heiligenkreuz bestattet.

 

- Schulze, Günther: Fichtenbach (Bystřice), gefallen (oder 29.4.). Bestattet vor Ort neben der tschechischen Schule.

In und bei Fichtenbach könnten am 28. und 29. April noch bis zu sieben weitere deutsche oder weißruthenische Soldaten gefallen sein, siehe unten im Abschnitt "Ab 5. Mai...".

 

Volkssturm:

- Riedl, Max: Waldmünchen, Waldabteilung Beerenfels (Malinová Hora) am Čerchov, "irrtümlich" erschossen von einem Wachposten der Weißruthenen. Bestattet im Friedhof Waldmünchen.

 

 c) US-Soldaten

 - Corum, Drewie T. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): Paadorf (Hraničná)/Franzbrunnhütte, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Sandstrom, Frank A. (S Sgt, 1. Bat., 358. Reg.): Paadorf/Franzbrunnhütte, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Stillwell, Alfred J. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): Paadorf/Franzbrunnhütte, gefallen. Bestattungsort unbekannt, vermutlich USA.

- Whiteman, James M. (S Sgt, 1. Bat., 358. Reg.): Paadorf/Franzbrunnhütte, gefallen (verwundet, † 5.5.). Bestattet im Arlington Cemetery (Pennsylvania/USA).

 

d) tschechischer Zivilist

- Plachý, Miroslav: Taus, tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattungsort unbekannt, vermutlich im Friedhof Taus.

 

 

29. April

a) deutsche Soldaten

- Tietze, Bernhard (Grenadier, Gren.Ers.Bat. 97): Waldmünchen/Arnstein, gefallen.

- Weigel, Emil (OGefr.): Waldmünchen/Arnstein, gefallen.

Tietze und Weigel, die am Arnstein auf Vorposten lagen, wurden zunächst vor Ort in einem Doppelgrab bestattet und 1955 in die Kriegsgräberstätte Hofkirchen umgebettet.

 

- Bleicher, Günter (Gustav?) (Gefr.): bei Nepomuk (Capartice)-Výhledy, gefallen.

- Scheschinski, Kurt (OGefr., 11. Pz.Div.): bei Nepomuk-Výhledy, eventuell auch Haselbach (Lísková), gefallen.

Bleicher und Scheschinski, vermutlich durch Artilleriebeschuss gefallen, wurden in einem Gruppengrab bei Výhledy (Klentsch/Klenčí) bestattet, zusammen mit Wolf-Dietrich Pfaffendorf (siehe 30.4.).

 

- Philipp, Thomas (oder Thomas, Philipp) (OGefr.): Teil-Lazarett Meigelshof (Chodov), verstorben (Kampfbezug unklar).

Bestattet vermutlich im Friedhof Trhanov.

- N.N.: 2005 aus dem Friedhof Trhanov exhumiert, sehr wahrscheinlich identisch mit dem Vorgenannten. Dieser Tote wurde in die Kriegsgräberstätte Marienbad (Mariánské Lázně) übergeführt.

- Hoenke, Erich (RAD-Mann): Hostau (Hostouň), gefallen. Bestattet im Friedhof Hostau.

 

b) deutsche Zivilisten

- Konrad, Karl: Heinrichsberg (Jindřichova Hora), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Wassersuppen (Nemanice).

- Siegel, Franziska: Heinrichsberg, tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattungsort unbekannt (wohl Friedhof Taus oder Wassersuppen).

Der durch einzelne Zeitzeugen berichtete Tod auch ihrer kleinen Tochter lässt sich amtlich nicht bestätigen.

- Piontek, Hedwig: Neumark (Všeruby), tödl. verwundet († 30.4., US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Neumark.

- Stepanek, Rudolf: Neumark, tödl. verwundet († 30.4., US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Neumark.

 

d) tschechische Zivilisten und sonstige

- Knopp, Václav (Kind): Chodov (Meigelshof), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Trhanov.

- zwei Ukrainer (Kriegsgefangene?): Bärentanz (Hvozd) bei Weißensulz (Bělá nad Radbuzou), offenbar erschossen von deutschen Soldaten, evtl. auch erst am 30. April. Zunächst vor Ort bestattet, dann übergeführt in den Friedhof Weißensulz.

 

 

30. April

 

a) deutsche Soldaten

 

1. Raum Waldmünchen - Sophienthal (Černá Řeka) - Nepomuk (Capartice):

- Wolf, Werner: bei Haselbach (Lísková), gefallen. Bestattet vor Ort (gegenüber „Bayerl-Werk“) am Straßenrand. Möglicherweise besteht Identität mit einem Helmut Werner Wolf (*1926), der am 27. April im Böhmerwald gefallen sein soll.

- Ruhsam, Joseph (Uffz.): Althütten bei Wassersuppen (Stará Hut' / Nemanice), gefallen. Gefallen beim Beschuss  von Althütten, bestattet im Friedhof Wassersuppen.

- Denninger, Hugo (Gefr., Panzerjägerabteilung 61, 11. Pz.Div.): Sophienthal (Černá Řeka), gefallen

- Dobner, Wilhelm (OGefr., Pz.Jg.Abt. 61, 11. Pz.Div.): Sophienthal, gefallen

- Hanschmann, Walter (Sanitäts-Soldat, 11. Pz.Div.): Sophienthal, gefallen

- Loy, Josef (Sold., Stab I. Bat./Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div. bzw. Heeres-Flakart.-Abt. 277): Sophienthal, gefallen

- Ott, Karl (Gefr., 11. Pz.Div.): Sophienthal, gefallen

- Sienel, Stephan (Uffz., 11. Pz.Div.): Sophienthal, gefallen

- Wetzstein, Walter (Oberleutnant, Kompanie-Chef 7./Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div.): Sophienthal, gefallen

Die sieben in Sophienthal  im Nahkampf gefallenen Soldaten wurden in einem Sammelgrab an der Hauptstraße bestattet, das 2013 ausgebettet wurde. Die Toten wurden in die Kriegsgräberstätte Eger (Cheb) übergeführt.

- Swatosch, Franz (Sold., Stab/Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div.): bei Sophienthal, in Richtung Čerchov.

- N.N.: bei Sophienthal, in Richtung Čerchov.

Swatosch und N.N., ebenfalls im Nahkampf gefallen, wurden an der Kreuzung der drei Waldwege bestattet, die von Sophienthal (‚Pfälzer Forsthaus’) zum Čerchov führen.

 

- Birkenfeld, Heinrich (Uffz., Divisions-Kommando 11. Pz.Div.): bei Nepomuk (Capartice), gefallen (amtlich vermisst seit 1.5.)

- Brökens, Walter (Gefr.): bei Nepomuk, gefallen. (korrekter Name vermutlich Brörkens)

- Salzer, Theodor (Gefr., Rgt.Stabskp./Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div.): bei Klentsch-Nepomuk, gefallen

- N.N.: Nepomuk, gefallen

Birkenfeld, Brökens, Salzer und N.N. wurden am Ort ihres Todes in vier weit auseinanderliegenden Einzelgräbern im Wald südlich der Hauptstraße bestattet.

 

- Pfaffendorf, Wolf-Dietrich (Oberfähnrich, Zugführer 7. Kp./Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div.): bei Nepomuk-Výhledy, gefallen.

Bestattet in einem Gruppengrab bei Výhledy (Klentsch/Klenčí ) zusammen mit Bleicher und Scheschinski (siehe 29.4.).

 

Bemerkung: Einem Gerücht zufolge wurden bei Sophienthal zwei Wehrmachtangehörige als Deserteure erschossen. Die Faktenlage ist aber sehr dünn.

 

 2. Raum Furth im Wald - Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice) - Neumark (Všeruby)

- Kuhlenkamp, Josef (Uffz., Pz.Gren.Rgt. "Gruse"/11. Pz.Div.): Kubitzen (Česká Kubice), gefallen. Bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava.

- Richter, Hans Joachim (Gefr., Pz.Gren.Rgt. "Gruse"/11. Pz.Div.): Kubitzen, gefallen (nach Verwundung dort im Lazarett verstorben). Bestattet am Waldrand (!) in Kubitzen.

- Brocatti, Walter (Stabsgefr., Stab II. Bat./Pz.Gren.Rgt. 110, 11. Pz.Div.): Neumark (Všeruby), gefallen

- Kuttkowski, Herbert (Grenadier, 7. Kp./Pz.Gren.Rgt. 110, 11. Pz.Div.): Neumark, gefallen

- Kwella, Kurt (Feldw., Stab II. Bat./Pz.Gren.Rgt. 110, 11. Pz.Div.): Neumark, gefallen

- Middelhaufe, Wolfgang (Gefr., 7. Kp./Pz.Gren.Rgt. 110, 11. Pz.Div.): Neumark, gefallen

Brocatti, Kuttkowski, Kwella und Middelhaufe, die durch Artilleriebeschuss fielen, wurden im Friedhof Neumark (Všeruby) bestattet.

- Lange, Werner (Uffz., Pz.Gren.Rgt. "Gruse"/ 11. Pz.Div.): Nová Pasečnice (östlich von Babylon). Bestattet vor Ort im Gemeindebereich.

 

Zu weiteren möglichen Toten um den 30. April bei Kubitzen (bis zu sechs) siehe auch unten!

 

Volkssturm:

- von Berchem, Horst: Gefangenenlager Langenzenn, erschossen (Fluchtversuch?). Bestattungsort unbekannt.

- Meth, Anton: Gefangenenlager Langenzenn, erschossen (Fluchtversuch?). Bestattet im Friedhof Waldmünchen.

 

b) deutsche Zivilisten

- Wokurka, Franz: Nepomuk (Capartice), tödl. verwundet (US-Beschuss). Erstbestattet in Nepomuk neben der deutschen Schule, etwaige Umbettung nicht bekannt.

- Krieger, Franz (Kind): Nimvorgut (Nuzarov), tödl. verwundet (Unglück mit Panzerfaust). Bestattet im Friedhof Stockau (Pivoň).

- Schröpfer, Elisabeth: Waltersgrün (Valtířov), tödl. verwundet († 1.5., US-Artillerie). Bestattet wohl im Friedhof Schüttwa (Šitboř).

- Albrecht, Isola (Kind): Neumark (Všeruby), tödl. verwundet (US-Luftangriff)

- Tollmann, Margareta: Neumark, tödl. verwundet (US-Luftangriff)

- Brey, Anton (Säugling): verstorben 3.5. infolge des Bombardements von Neumark

Diese drei Toten wurden im Friedhof Neumark (Všeruby) bestattet.

         

 c) US-Soldaten

 

1. Raum Waldmünchen - Sophienthal (Černá Řeka) - Nepomuk (Capartice):

- McFarland, George F. (Tec5, 3. Bat., 358. Reg.): Sophienthal (Černá Řeka), gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Rocker, Philip C. (Pfc, 3. Bat., 358. Reg.): Sophienthal, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Young, George L. (S Sgt, 3. Bat., 358. Reg.): Sophienthal, gefallen. Bestattet im Mount Rose Cemetery, Pennsylvania (USA).

- Shannon, Paul H. (Tec5, 712. Tank Bat.): Sophienthal, gefallen. Bestattet im Saint John’s Cemetery, Massachusetts (USA).

- Ford, Albert L. (Cpl, 2. Bat., 358. Reg.): Raum Nepomuk (Capartice), gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Gilman, Raymond E. (Pfc, 2. Bat., 358. Reg.): Raum Nepomuk (Capartice), gefallen (amtlich 1.5.). Bestattet im West Barnstable Cemetery, Massachusetts (USA).

- Kirkham, Virgil P. (2nd Lieutenant, 362. FG, Jabo-Pilot): bei Trhanov, gefallen (abgeschossen durch dt. Flak). Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

 

Bemerkung: Das 3. Bataillon des 358. Infantry Regiments gibt in seiner Bataillonsgeschichte die eigenen Verluste mit sechs Toten an. Sicher nachweisen lassen sich für 30. April mit 1. Mai vier Tote (McFarland, Rocker, Young, Butler).

 

 2. Raum Furth - Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice):

- DeBerry, Vance J. (Pfc, 3. Bat., 359. Reg.): Kubitzen (Česká Kubice), gefallen. Bestattet im Terra Alta Cemetery, West Virginia (USA).

- Shaw, Elias F. (Pvt, 3. Bat., 359. Reg.): Kubitzen (Česká Kubice), gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

 

3. Raum Plöss (Pleš) - Weißensulz (Bělá nad Radbuzou):

- Manz, Raymond E. (Pfc, 2. Cavalry Reg.): Rosendorf (Růžov) bei Weißensulz (Bělá nad Radbuzou), gefallen. Bestattet im Woodlawn Cemetery, Ohio (USA).

- Sutton, Owen W. (Pfc, 2. Cavalry Reg.): Rosendorf, gefallen. Bestattet im Westview Cemetery, North Carolina (USA).

 

d) Tschechische Zivilisten und andere

- Dufek, Josef: Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Vollmau (Folmava).

- Darmochleb /-ova (Darmochwal?), Nina: Havlovice, tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Taus. - n.b.: Der Nachname ist sehr merkwürdig ("Taugenichts"), wohl eine polnische Zwangsarbeiterin.

- Coppolino, Mario (Italiener): Taus (Domažlice), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Taus.

 

 

1. Mai

 

a) deutsche Soldaten

Bemerkung: Im Kampfraum Klentsch (Klenčí) traten am 1. Mai ganz offensichtlich keine deutschen Verluste mehr ein.

 1. Raum Furth-Kubitzen-Neugedein:

- Habenicht, Herbert Gerhard Kurt (Gefr.): Alt-Prennet (Starý Spálenec), gefallen. Bestattet vor Ort oder von der US Army weggebracht.

- Schlawin, Bruno Ernst Heinrich (Gefr., 6.Kp. Pz.Gren.Rgt. "Gruse"/11.Pz.Div.): Nová Pasečnice (östlich von Babylon), gefallen. Bestattet vor Ort im Gemeindebereich.

- Genrich, Ernst (OGefr.): Neugedein (Kdyně), gefallen. Bestattet im Friedhof Neugedein (Gruppengrab zusammen mit Hellwagner, Gaiser und N.N., siehe 2./3.5.).

- Kaltwasser, Friedrich (Fahnenj.-Feldw., Rgt.Begl.Kp. Pz.Gren.Rgt. 110): Spáňov (bei Neugedein), gefallen 2.5. Bestattet im Friedhof Kout na Šumavě.

- Gerstenhöfer, Fritz (7.Kp. Pz.Art.Rgt. 119 / 11.Pz.Div.): Stanětice bei Zahořany (bei Taus), verstorben auf dem Weg zum Hauptverbandsplatz (Kampfverlust). Erstbestattet im Friedhof Stanětice, später übergeführt zur Kriegsgräberstätte Marienbad (Mariánské Lázně.

 

 

2. Raum Ronsperg:

- Eiselt, Ernst (Ofw., Luftnachrichten-Kp. Kampfgeschwader 4): Hoslau bei Münchsdorf (Hvožďany - Mnichov), gefallen

- N.N. (RAD-Mann) (Name möglicherweise: Günther, Karl, aus Gotha, wohl 17 Jahre alt): Hoslau (Hvožďany - Mnichov), bei der Papiermühle, gefallen

Eiselt und N.N. wurden im Friedhof Ronsperg (Poběžovice) in einem Doppelgrab beerdigt. Laut der Chronik von Münchsdorf (H. Wantschura, 1982) spielte sich das Gefecht an der Brücke zwischen Münchsdorf (Mnichov)-Hoslau ab; einer der Toten war demnach 17 Jahre alt und aus Sachsen, was zu der in der Sterbematrikel zu findenden namentlichen Angabe passt.

- Mailänder, Rudolf (Soldat): Schilligkau (Šidlákov), gefallen. Bestattet bei Schilligkau im Wald.

- Gies, Ludwig (OGefr., Luftwaffe): Raum Neid (Závist) / am Bernsteiner Rücken, gefallen (amtlich 1.5.) (Namensvariante: "Geis" mit Todesdatum 1.5.). Bestattet vermutlich hart nördlich des Ortseingangs von Schilligkau, 1949 in den Friedhof Berg (Hora Svatého Václava) übergeführt.

 

 

c) US-Soldaten

- Butler, Alvin W. (Pfc, 3. Bat., 358. Reg.): bei Klentsch (Klenčí)/Výhledy, gefallen (verwundet, † 4.5.). Bestattet im Cave Spring Church Cemetery, Kentucky (USA).

- Banta, Arthur A. (Pvt, 2. Bat., 358. Reg.): Chodov, gefallen. Bestattet im Hollywood Forever Cemetery, Kalifornien (USA).

- Buchanan, Walter L. (Sgt, 2. Bat., 358. Reg.): Chodov, gefallen. Bestattet im Osborne Memorial Cemetery, Missouri (USA).

- Clayton, Clarence W. (Pfc, 2. Bat., 358. Reg.): Chodov, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Basinger, Walter M. (Sgt, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün (Valtířov), gefallen. Bestattet im Oakwood Cemetery, North Carolina (USA).

- Green, James V. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Howell, William Q. (S Sgt, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- McIlwain, Marion L. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün, gefallen. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Moss, Newell (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün, gefallen. Bestattet im Mount Pleasant Church Cemetery, Alabama (USA).

- Simons, Alfred (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün, gefallen. Bestattet im Fort Houston National Cemetery, Texas (USA).

- Pegg, Richard V. Sr. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): bei Díly-Waltersgrün, gefallen. Bestattet im Trion Cemetery, Georgia (USA).

- Opaska, Walter (S Sgt, 3. Bat., 359. Reg.): bei Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice), gefallen. Bestattet im Chartiers Cemetery, Pennsylvania (USA).

- Gasper, Thomas M. (Pfc, 3. Bat., 387. Reg./97. Infantry): bei Rindl (Korytany), gefallen (verwundet, † 2.5.). Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

 

d) tschechische Zivilisten und andere

- Täubl, Josef : Klentsch, tödl. verwundet (deutsche Artillerie, laut Pfarrmatrikel: Tiefflieger). Bestattet im Friedhof Klentsch (Klenčí).

- Kůstová, Anna: Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice), tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet wohl im Friedhof Taus (Domažlice).

- Štefková, Josefa: Taus, tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet wohl im Friedhof Taus.

- N.N., Zwangsarbeiter: in Trohatin (Drahotín) von deutschen Soldaten erschossen.

Vermutlich handelt es sich um: Nikofor oder Nikifor, Vorname: "Chwilko" (Pole oder Russe), erschossen am 25.4., bestattet im Friedhof Muttersdorf (Mutěnín); siehe unter 25.4.

 

- sechs Angehörige der "Wlassow-Armee" ROA: drei Offiziere mit den Namen Afanasius Boschenko, Nikolaj Brikov, Wasilii Rajtschik und drei Soldaten mit den Namen Nikolaj Kaschirin, Dimitrii Vodanik, Alexander Pogorelov: Erschossen bei Oprechtice von deutschen Soldaten des Pz.Gren.Rgt. 110 / 11. Pz.Div., offenbar als Deserteure angesehen. Bestattet in einem Sammelgrab am Straßenrand bei Oprechtice.

 

2. und 3. Mai

 

a) deutsche Soldaten

- Bender, Ernst Hermann (Leutnant, 3. Kp./Heeres-Flakart.-Abt. 277, 11. Pz.Div.): Alt-Prennet (Starý Spálenec), gefallen 2.5. Bestattet vor Ort im Wald oder von der US Army weggebracht.

- Tappe, Ferdinand (OGefr., 1. Kp./Panzerjägerabteilung 61): Klein-Prennet (Spáleneček), gefallen 2.5. Bestattet vor Ort im Wald oder von der US Army weggebracht.

- Joller, Ernst (Kanonier, 11. Pz.Div.): bei Babylon, gefallen zwischen 2.5. u. 6.5. Bestattet in Babylon, Nähe Bahnhof.

- Schikowski, Franz (Grenadier, 7. Kp./Pz.Gren.Rgt. 110, 11. Pz.Div.): Neumark (Všeruby), gefallen 2.5.

- Vogler, Karl (Grenadier, 7. Kp./Pz.Art.Rgt. bzw. Pz.Gren.Rgt. 119, 11. Pz.Div.): Neumark (Všeruby), gefallen 2.5.

Schikowski und Vogler wurden zusammen mit den am 30.4. in Neumark gefallenen vier Soldaten im Friedhof Neumark (Všeruby) bestattet.

- * Uexküll, Kurt von (Gefr., 7. Kp./Pz.Art.Rgt. 119, 11. Pz.Div.): im Raum Neumark (Všeruby), vermisst seit April 1945, wohl gefallen 2.5. Bestattungsort unbekannt.

- Holtkamp, Johann Theodor (OGefr.): Maxberg (Maxov), gefallen 3.5. (Beschuss von Maxberg, Granatsplitter). Bestattet im Pfarrfriedhof Maxberg (Maxov).

- Hellwagner, Karl (Gefr.): Neugedein (Kdyně), gefallen 2.5.

- Gaiser, Michael: Dobřikov bei Neugedein, gefallen 2. oder 3.5.

Hellwagner und Gaiser wurden zusammen mit Ernst Genrich (1.5.) und einem am 17.5. ermordeten unbekannten Deutschen im Friedhof Neugedein (Kdyně) in einem Gruppengrab bestattet.

- N.N., vermutlich Allard, Peter: bei Springenberg (Pomezi)-Heuhof (Sruby), gefallen 2.5. Gefallen,  verstarb kurz nach dem Gefecht als Gefangener an seinen Verwundungen.

- Rink, Karl Oswald (Soldat): Kschakau bei Bischofteinitz (Křakov/Horšovský Týn), † 3.5. durch Herzschlag. Bestattet im Friedhof Kschakau (Křakov).

 

b) deutsche Zivilistin

- Hilgner, Cäcilie: Ronsperg (Poběžovice), tödl. verwundet 2.5. (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Ronsperg.

 

c) US-Soldaten

- Cunningham, Gerald O. (Pvt, 1. Bat., 358. Reg.): Prennet (Spálenec), gefallen 2.5. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Hayes, James T. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): Prennet, gefallen 2.5. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

- Walker, Joe D. (Pfc, 1. Bat., 358. Reg.): Prennet, gefallen 2.5. Bestattet im Lorraine American Cemetery (Frankreich).

 (amtliches Todesdatum dieser drei Gefallenen ist der 3. Mai)

- Salazar, Wensesloe (Pfc, 387. Reg./97. Infantry): Dehenten bei Weißensulz (Dehetná / Bělá nad Radbuzou), gefallen 2.5. Erstbestattet im Friedhof Hostau (Hostouň), dann übergeführt in den Fort Sam Houston National Cemetery, Texas (USA).

 

d) tschechische Zivilistin

- Fišerová, Alžběta: erschossen durch deutsche Soldaten am 3.5. in Havlovice. Bestattet wohl im Friedhof Taus.

- Pelnář, Jan: Mrákov, tödl. verwundet (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Mrákov.

 

 

4. Mai

 

a) deutsche Soldaten

- Hartmann, Josef (Gefr., Aufklärungsabteilung 11, 11. Pz.Div.): Im Lazarett Klentsch (Klenčí) verstorben, vermutlich Kampfverlust; das tatsächliche Datum von Verwundung oder Tod dürfte früher liegen. Bestattet im Friedhof Klentsch.

- Hammerstein, Horst (OGefr. der Luftwaffe, 8. Staffel/Kampfgeschwader 30): Wottawa (Otov), gefallen (MG-Beschuss). Bestattet im Friedhof Metzling (Meclov) (zusammen mit einem ungefähr gleichzeitig ermordeten Kriegsheimkehrer, Angehöriger der Wehrmacht).

- Völker, Karl: Raum Taus, gefallen. Bestattungsort unbekannt.

 

d) tschechische Partisanen

Sechs tschechische Partisanen aus Postřekov (Possigkau): Zwei bei Wottawa (Otov) durch deutsche Soldaten ermordet, vier ebendort im Kampf gefallen:

Josef Řezníček, Václav Patzik, Jakub Krutina, Václav Gibfried, Josef Beroušek, Jiři Kohout.

 

 

Ab 5. Mai sowie nicht näher datierbare Todesfälle

 

a) deutsche Soldaten

 

1. Raum Taus (Domažlice) - Bischofteinitz (Horšovský Týn)

- Burmeister, Otto (Flieger, 2. Kp./Flg.Rgt. 22): bei Taus, gefallen 5.5.

- Scholl, Karl Georg (Uffz.): bei Taus, gefallen 5.5. Bestattet an einer Höhe bei Taus am Waldrand.

Diese beiden Soldaten dürften im Gemeindegebiet Pasečnice und bei Babylon gefallen sein, ebenso wohl Karl Völker (4. Mai). Doch auch die beiden unbekannten Toten von Trebnitz (Třebnice, s.u.) kommen in Frage.

Die Gemeinde Pasečnice erfasste in einer Meldung von 1946 insgesamt sechs Feldgräber deutscher Soldaten: jeweils eines auf der Anhöhe „Na Skalce“, beim Weiler „Na Pohodnici“, bei der Bahnhaltestelle Babylon, bei der Bahnhaltestelle Havlovice/am Weg nach Pasečnice und zwei in der Waldabteilung „U Střelnice“ (Schießplatz). Sicher für Nová Pasečnice sind erfasst Werner Lange (30. April) und Bruno Schlawin (1. Mai); am Bahnhof Babylon wurde Ernst Joller (2./3. Mai) bestattet.

- N.N.: zwischen Babylon und Böhm. Kubitzen (Česká Kubice), Todesdatum unklar. Die Gemeinde Babylon meldete 1946 ein Grab "an der Kreisstraße, in Richtung Česká Kubice rechts".

 

- Tress, Peter (OGefr., Pz.Gren.Rgt 119, 11.Pz.Div.): Stráž bei Taus, gefallen zwischen 30.4. und 5.5.

- Neumüller, Johann (Gefr., Felders.Bat. 119, 11. Pz.Div.): Stráž bei Taus, gefallen zwischen 30.4. und 5.5.

Tress und Neumüller, die vermutlich durch Artilleriebeschuss starben, wurden vor Ort beerdigt, vermutlich in einem Doppelgrab im Wäldchen Hurka.

- N.N.: beerdigt an der Straßenkreuzung Nevolice-Stráž-Tlumačov

 

- zwei unbekannte deutsche Soldaten: bei Trebnitz (Třebnice, zwischen Taus und Bischofteinitz), gefallen am 5. Mai und im Friedhof Trebnitz bestattet.

Laut einem Zeitzeugen starben am 5.5. südlich von Trebnitz nahe dem Wäldchen "Týnský háj" bei dem heute nicht mehr existerenden Aussichtsturm "Triangl" sogar vier Soldaten durch Artilleriebeschuss.

Link zum Zeitungsbericht.

 

- Meurer, Theodor (OGefr., Flg.Ausb.Rgt. 63): St. Anna bei Bischofteinitz (Horšovský Týn), gefallen 5.5. (Granatsplitter). Bestattet im Friedhof Bischofteinitz.

- Schrepper, Ernst (Gefr., Stabskp. Schtz.Rgt. 12): Worowitz (Borovice) bei Bischofteinitz, gefallen 5.5. Zunächst vor Ort bestattet, 1948 exhumiert und in den Friedhof Bischofteinitz übergeführt.

- Noack, Siegfried: Bischofteinitz, gefallen 5.5. Bestattet im Friedhof Bischofteinitz.

- Gröninger, Nikolaus (Volkssturm): Všekary / St. Barbara bei Bischofteinitz, erschossen durch "polnische Partisanen" am 6.5.

- Götter, Johann: Všekary / St. Barbara bei Bischofteinitz, ebenfalls erschossen durch "polnische Partisanen" am 6.5.

Gröninger und Götter wurden im Friedhof der Kirche St. Barbara westlich von Všekary bestattet. Dort befindet sich ein weiteres Grab mit zwei ebenfalls angeblich von Polen erschossenen Deutschen aus Oberschlesien. Laut Josef Bernklau (Chronik Mogolzen) wurde die Einschichte St. Barbara am 5. Mai von Polen übernommen, die hier 120 Kameraden unterbrachten, welche in Holleischen Zwangsarbeiter waren.

- Opitz (Oberwachtmeister, Stab Heeres-Flakart.-Abt. 277, 11. Pz.Div.): Raum Taus (evtl. bei Nepomuk), gefallen Mai 1945, evtl. schon am 30.4.

- Esterl, Karl (OGefr., Pz.Art.Rgt. 119, 11. Pz.Div.): nach Verwundung und Operation verstorben am 5.5. (amtlich: 14.5.) im Lazarett/Gefangenenlager Kötzting. Bestattet im Pfarrfriedhof Zwiesel (Niederbayern). Seine Kameraden durften am Grab Salutschüsse abgeben, wobei sie von US-Soldaten bewacht wurden.

- Schöfer, Alois (Feldwebel, vermutlich 6.Kp./Pz.Rgt. 15, 11. Pz.Div.): vermutlich nach Verwundung im Lazarett/Gefangenenlager Kötzting verstorben am 8.5.

Zunächst bestattet im Friedhof Kötzting, 1955 übergeführt in die Kgst. Hofkirchen.

- * Mohr, Fritz (Volkssturm / Felders.Bat. 119, 11. Pz.Div.): vermisst im Raum Kötzting-Taus.

 

 

2. Raum Ronsperg (Poběžovice) - Hostau (Hostouň)

- Adam, Otto (Uffz., Bau.Kol. 633): bei Schüttarschen (Štítary, bei Hostau), gefallen Ende April. Bestattet im Friedhof Schüttarschen (Laurenziberg, Sv. Vavřinec).

- * Niebel, Walter (OGefr.): vermisst bei Plöß (Pleš) seit April 1945, möglicherweise in Stadlern-Friedrichshäng gefallen. Bestattungsort unbekannt.

 

3. Raum Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice)

- Berger, Hans (Uffz.): gefallen Ende April "bei Kubitzen" (amtlich 7.5.)

- Buchholz, Heinrich (Schütze, 3.Fla.Kp.Jg.A.B.): gefallen Ende April "in Kubitzen"

- Diefenbach, Robert (RAD-Mann, RAD-Abt. 2): gefallen Ende April "in Kubitzen" (amtlich 7.5.)

- Grotheer, Karl (Panzerschütze, Ers.Fr.2.Pz.Ers.u.Ausb.Abt. 18): gefallen Ende April "in Kubitzen" (amtlich 7.5.)

- Schultz, Günter (OGefr.): gefallen Ende April "bei Kubitzen"

- Zöller, Heinz (RAD-Mann): gefallen Ende April "bei Kubitzen"

Diese sechs Soldaten, wohl Angehörige des der 11. Pz.Div. angegliederten Panzergrenadierregiments "Gruse", sind zwischen 28. April und 1. Mai in und bei Böhmisch-Kubitzen gefallen, vielleicht auch bei Fichtenbach (Bystřice). Alle wurden im Friedhof von Vollmau (Folmava) bestattet (deshalb die Angabe "amtlich 7. Mai" für das Beerdigungsdatum).

In Fichtenbach könnten am 28./29.4. aber noch sechs oder sieben weitere Soldaten gefallen sein (eventuell weißruthenische SS-Männer?).

 

b) deutsche Zivilisten – Explosion von Fundmunition:

- Grassl, Therese: Waldmünchen/Höll, tödl. verwundet 5.5. († 13.5., Brandsatz/Handgranate). Bestattet im Friedhof Waldmünchen.

- Stockert, Erich (Kind): Waltersgrün (Valtířov), tödl. verwundet 13.5. (Handgranatenexplosion). Bestattet im Friedhof Schüttwa (Šitboř).

- Grundler, Erich (Kind): Holubschen (Holubeč) bei Hostau, tödl. verwundet 25.5. (Kampfmittel). Bestattungsort unbekannt.

- Größl, Wenzel: bei Alt-Prennet (Starý Spálenec), tödl. verwundet Ende Mai (Panzerfaustexplosion)

- Reimer, Josef: bei Neu-Prennet (Nový Spálenec), tödl. verwundet Ende Mai (Handgranatenexplosion)

- Macht, Josef: bei Neu-Prennet (Novy Spálenec), tödl. verwundet (Handgranatenexplosion)

Die drei Toten Größl, Reimer, Macht wurden vermutlich im Friedhof Maxberg (Maxov) bestattet.

- Ziegler, Karl (Kind): Eisendorf (Železná), tödl. verwundet 2.8. (Panzerfaustexplosion). Bestattet im Friedhof Eisendorf.

Zusatz: Am 19. April starben durch eine explodierende Panzerfaust in Tiefenbach vier Kinder.

 

c) US-Soldaten

- Brost, Joseph M. (Sgt, 741. Tank Bat.): Raum Taus, tödl. verunglückt 5.5. (Unfall mit Panzer). Bestattet im Saint Marys Catholic Church Cemetery, Indiana (USA).

- Coffman, John H. (Pvt, 359. Reg., Co. G): amtliches Todesdatum 13.5., Todesort amtlich Zavlekov oder Věckovice bei Klattau (Klatovy); vermutlich am 13.5. in Kolinec von einem versprengten deutschen Soldaten erschossen. Bestattet im Menokin Baptist Church Cemetary, Virginia (USA).

Ein auf der Internetpräsenz der Gemeinde Kolinec dargestellter Vorfall passt sehr gut zum Todesfall Coffman: Link hier.

- (?) Earley, Walter H. (Pfc, 23rd Infantry Regiment, 2nd Infantry Division "Indianhead"): Raum nördlich Weißensulz (Bělá nad Radbuzou), wohl gefallen. Bestattet im East Low Cemetery, Ohio. Kann nicht sicher dem Raum Bischofteinitz zugeordnet werden.
 

d) tschechische Zivilisten, Partisanen und andere

- Maryt, Matěj (Partisan): bei Taus, tödl. verwundet 4.5. (US-Artillerie). Bestattet im Friedhof Milavče .

- Vaněk, Václav: Taus, verstorben an Schussverletzung 6.5. Bestattet vermutlich im Friedhof Taus.

- Havlovic, Jan (Partisan): Vollmau (Folmava), selbst beigebrachte Schussverletzung 17.5. Bestattet vermutlich im Friedhof Taus.

- Jirovec, Martin: Stanětice, tödl. verwundet 22.5. (Panzerfaustexplosion). Bestattet im Friedhof Stanětice.

- N.N., Russe: am 29.6.1945 tot aufgefunden im Wald bei Pössigkau (Bězdekov). Bestattet im Friedhof Weißensulz (Bělá nad Radbuzou).

 

 

Weitere Todesfälle in Dokumenten der tschechischen Nachkriegsverwaltung

Die nachfolgenden Fälle finden sich ausschließlich in internen Dokumenten der tschechischen Verwaltung der Kreise Domažlice und Horšovský Týn aus der Nachkriegszeit, die im Staatlichen Kreisarchiv Domažlice (Statní okresní archiv) einzusehen sind. Die Angaben über die toten Personen an sich müssen als, so meine ich, nahezu hundertprozent zuverlässig gewertet werden, von kleineren Verwechslungen abgesehen.

 

- drei Russen (Fremdarbeiter oder Häftlinge): erschossen von Deutschen (Mord) bei der Ziegelei von Horschau (Horšov)

- zwei bis vier tote deutsche Flüchtlinge: Fürthel bei Neumark (Brůdek/Všeruby): Hier wurden in einem Granattrichter bei Haus-Nr. 22 zwei Frauen begraben, die durch amerikanischen Beschuss ums Leben kamen, sowie ein Kind, das eines natürlichen Todes starb. Eine weitere eines natürlichen Todes verstorbene Frau wurde in einer Wiese bei Haus-Nr. 15 bestattet. Alle Toten waren deutsche Flüchtlinge aus Oberschlesien.

- Favelli, Nevio (Italiener): verstorben 16.5.1945 im Krankenhaus Taus an einer periostitis mandibulae (Knocheninfektion, wird aber als Kriegsopfer geführt)

- sechs oder sieben "SS-Männer": bei Koloveč, erschossen "in den Revolutionstagen" von "sowjetischen Partisanen", begraben in der Sandgrube im Wald Radlic zwischen Koloveč und Chocomyšl.

Dieser Vorfall wird auch in der offiziellen Chronik von Koloveč (Pamětní Kniha) dokumentiert. Hier der Link zur Seite 33 der Chronik auf portafontium.eu:

http://www.portafontium.eu/iipimage/30160099/soap-do_00193_mesto-kolovec-1937-1954_0180?x=537&y=175&w=451&h=165

- zwei "SS-Männer": Kvíčovice bei Holýšov, erschossen "in den Revolutionstagen" von "polnischen Soldaten"

- N.N.: Oprechtice (bei Zahořany): ein etwa 50-jähriger SA-Mann, angeblich aus Malonice bei Stankau (Staňkov), begraben im Ortsteil Prudice im Wald

- N.N.: am 20.5.1945 tot aufgefunden bei Neu-Gramatin (Nový Kramolin), beerdigt im Friedhof Schüttwa (Šitboř). Entweder deutscher Soldat oder Russe („Offizier“?)

- N.N.: unbekannte Person, bei St. Georgen (Ronsperg) neben der Bahnlinie begraben.

- „Veiniger“ (vermutl. „Weininger“), deutscher Soldat aus Österreich: Stanětice, Todesumstände unbekannt.

- sechs unbekannte Frauen (Häftlinge / Todesmarsch), getötet bei US-Tieffliegerangriff bei Trohatin (Drahotín) am Kuncova-Weiher, zunächst vor Ort bestattet, 1948 in den Friedhof Ronsperg übergeführt

- Puzik, Anatol ("Wlassow-Armee" ROA, dann Partisan): beerdigt 10.11.1945 im Friedhof Neugedein (Kdyňe), nähere Umstände unbekannt.

 - N.N., Soldat der "Anders-Armee" (polnische Exilanten auf Seiten der Wehrmacht): am 15.5.1945 erschossen von "Polen", begraben an der Katastergrenze Štichov-Zetschowitz (Čečovice) im Gemeindewald.

- zwei Personen (angebl. Deutsche): begraben in zwei Einzelgräbern beim Bahnübergang von Wilkenau (Vlkanov). - Bemerkung: Möglicherweise Opfer eines Todesmarsches. Allein bei Wilkenau wurden elf Häftlinge eines Todesmarsches erschossen, wohl Frauen, als sie von einem Haufen Kartoffeln essen wollten!

- N.N., Deutscher, bei Stockau (Pivoň) im Wald tot aufgefunden (oder getötet) am 22.5. oder 26.5.1945, übergeführt in den Friedhof Stockau. Eventuell OGefr. Hans Mai, gefallen am 28.4. im Raum Neid (Závist) und laut Volksbund auf einem Friedhof beerdigt.

- N.N., deutscher Soldat (RAD): begraben in Münchsdorf (Mnichov) an der Katastergrenze zu Schüttwa (Šitboř) bei der Kapelle (?). – Bemerkung: Sehr wahrscheinlich der am 1.5. bei der Hoslauer Papiermühle gefallene, dann im Friedhof Ronsperg beigesetzte RAD-Mann.

- Weisenberger, Franz (Soldat der Wehrmacht), und N.N.: beide 1948 aus einem Feldgrab im Wald Mastná Hora zwischen Wilkenau (Vlkanov) und Wonischen (Ohnišťovice) exhumiert und in den Friedhof Metzling (Meclov) übergeführt. Die Leiche von Weisenberger wies eine Schussverletzung auf. - Nachtrag: Laut der Zivilverschollenenliste des Roten Kreuzes handelt es sich um den 23-jährigen Franz Weißenberger, geb. 5.6.1922 in Ronsperg, dort in der Schloßgärtnerei beschäftigt. Er wurde Anfang Juni 1945 aus Ronsperg abtransportiert, wo in der Bürgerschule einige Deutsche gefangen gesetzt waren.

 

Sterbefälle in den Lazaretten 1945

 

Keinesfalls vergessen werden dürfen diejenigen deutschen Soldaten, die in den örtlichen Lazaretten vor, während und nach den Kampftagen verstarben. Es ist mehr als wahrscheinlich, dass zumindest einige von ihnen den schweren Verletzungen erlagen, die sie während der Kämpfe direkt vor Ort erlitten hatten. Andere lagen hier noch Wochen oder Monate nach ihrer zumeist an der Ostfront erlittenen Verwundung, ehe sie verstarben.

 

Vorbemerkung: Im Lazarett Furth im Wald, zu dem die Standorte Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice), Babylon und Klentsch (Klenčí) gehörten, sowie in durchfahrenden Lazarettzügen verstarben etwa siebzig (70) weitere verwundete deutsche Soldaten (Quelle: Stadtarchiv Furth im Wald, 060).

Ebenso verstarben im Lazarett Kötzting zwischen April und August 1945 mindestens sieben Wehrmachtangehörige. In Roding erlagen mindestens neun Wehrmachtangehörige ihren Verwundungen, ferner in Cham eine größere Anzahl. Fast alle diese Verstorbenen wurden in den 1950er Jahren zur Kriegsgräberstätte Hofkirchen in Niederbayern umgebettet.

 

Lazarett Böhmisch-Kubitzen (Česká Kubice):

- "Waha" (SS-Unterscharführer), † 2.5. (bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava)

- Jetter, Adam (Grenadier), † 9.5. (bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava)

- Schmidt, Johannes Ewald (OGefr., 3. Kp./Lw.Feld.Div. 3), † 13.5. (bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava)

- Schäfer, Erich (Gefr., San.Ers.Abt. 10), † 16.5. (bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava)

- Rauch, Leopold (Gefr.), † 17.5. (bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava)

- Piehl, Albert (Panzergrenadier), † 18.5. (bestattet im Friedhof Vollmau/Folmava)

 

Lazarett Ronsperg (Poběžovice):

- Sajzer, Ilja (Soldat, Russlanddeutscher): † 1.5. (Herzlähmung). Bestattet im Friedhof Ronsperg.

 

Lazarett Herzogau bei Waldmünchen:

- Schepp, Gustav Adam (Schütze): † 7.5. (Blutverlust während der Operation). Bestattet zunächst im Friedhof Herzogau, dann übergeführt in die Kriegsgräberstätte Hofkirchen.

 

 

Lazarett Klentsch (Klenčí pod Čerchovem):

 

a) während der Kampftage und danach (das heißt, hier ist ein Kampfbezug möglich)

- Hartmann, Josef (OGefr.): † 4.5. (siehe oben)

- Jakel, Gustav (OGefr.): † 4.5.
- Weck, Siegfried: † 4.5.
- Wilschalt, Oskar: † 4.5.

Bei dieser Datumsangabe, 4. Mai 1945, handelt es sich um das Beerdigungsdatum im Friedhof Klentsch.
- Mauer, Fritz: † 11.5. oder 19.5. (eventuell  sind hier Todes- und Bestattungsdatum getrennt vermerkt) 
- Groser, Arthur: † 15.5. oder 20.5. (Name eventuell auch "Grosser" oder "Großer")
- Christ, Anton (Rottwachtmeister): † 15.5.1945 "im Lazarett Taus bei Pilsen". Andere Datumsangaben: 21.5. oder 21.6. In einem Dokument der tschechischen Verwaltung erscheint dieser Tote – für das Lazarett Klentsch – als "Chrift von Wien" (= Christ aus Wien/Österreich), so dass trotz der Angabe "Taus" eine Identität als sicher anzunehmen ist. 
- "Vimja", Vorname unbekannt: † 22.5. (oder 22.6.). Der merkwürdige Name dieses Toten, der sich nur in den tschechischen Dokumenten findet, könnte „Wijma“ gelautet haben, welcher niederländischer Herkunft wäre, doch ist dies nur eine Vermutung. 
- Fiedler, Raimund: † 3.7., bestattet 12.7.1945

 

b) vor den Kampftagen - kein direkter Kampfbezug

- Brosch, Karl (Gefr.), †3.2.1945, bestattet 6.2.
- Fuss, Christian (SS-Rottenführer), †7.2.
- Eberwein, Karl (Feldwebel):  †16.4., bestattet 18.4. (nicht korrekte Namensvariante: "Ebermaier") 
- Woldt, Karl (Oberfeldwebel): †16.4., bestattet 18.4. (vermutlich nicht korrekte Namensvariante: „Volf, Karl“, †17.4.1945) 
- Papp, Paul: †18.4.     

 

Alle diese vierzehn Toten wurden im Friedhof Klentsch an der Mauer bestattet, die Gräber sind mittlerweile durch zivile Gräber überbaut.

 

Deutsch-tschechisches Ortsnamenverzeichnis:

 

Althütten = Stará Hut’; Anger = Úpor; Bischofteinitz = Horšovský Týn; (Böhmisch) Kubitzen = (Česká) Kubice; (Böhmisch) Schwarzach = Švarcava; Chodenschloß = Trhanov; Eisendorf = Železná; Fichtenbach = Bystřice; Grafenried = Lučina; Haselbach = Lísková; Haselberg = Lískovec; Heinrichsberg = Jindřichova Hora; Hostau = Hostouň; Klentsch = Klenčí pod Čerchovem; Maxberg = Maxov; Meigelshof = Chodov; Münchsdorf = Mnichov; Neid = Závist; Nepomuk = Capartice; Neugedein = Kdyně; Neuern = Nýrsko; Neumark = Všeruby; Oberhütten = Horní Hut’; Paadorf = Hranična; Parisau = Pařezov, Plöss = Pleš, Prennet = Spálenec; Possigkau = Postřekov; Rindl = Korytany; Ronsperg = Poběžovice; Rudolfsäge = Rudolfova Pila; Schilligkau = Šidlákov; Schmalzgruben = Nemaničky; Schneiderhof = Myslív; Seeg = Pila; Sophienthal = Černá Řeka; Stockau = Pivoň; Taus = Domažlice; Unterhütten = Dolní Hut’; Vollmau = Folmava; Waier = Rybník; Waltersgrün = Valtířov; Wassersuppen = Nemanice; Weißensulz = Bělá nad Radbuzou; Wenzelsdorf = Václav, Wottawa = Otov.

 

Wichtige Abkürzungen:

Komp. / Kp. (englisch: Co.) = Kompanie (engl.: Company), Bat. = Bataillon, Reg. = Regiment, Div. = Division, Pz.Div. = Panzerdivision, Abt. = Abteilung, Pz.Jg.Abt. = Panzerjägerabteilung, A.A. = Aufklärungsabteilung, Ausb. = Ausbildungs-, Erg. = Ergänzungs-, Ers. = Ersatz-, RAD = Reichsarbeitsdienst, Tank (engl.) = Panzer…

Abkürzungen und Entsprechungen für ausgewählte Dienstgrade:

- Wehrmacht: Sold. = Soldat (entspricht auch "Schütze" u. "Grenadier"), Gefr. = Gefreiter, OGefr. = Obergefreiter, Uffz. = Unteroffizier, Hfw. = Hauptfeldwebel, Lt. = Leutnant.

- US Army: Pvt (Private) = Soldat, Pfc (Private First Class) = Gefreiter, Cpl (Corporal) = Unteroffizier, Sgt (Sergeant) = (Stabs-)Unteroffizier, S Sgt (Staff Sergeant) = Feldwebel, Tec5 = Technician Fifth Grade (entspricht Corporal, Tec4: Sergeant), Lt = Lieutenant (Leutnant, 2nd Lt / 1st Lt), Capt = Captain (Hauptmann), Maj = Major, Lt Col = Lieutenant Colonel (Oberstleutnant), Col = Colonel (Oberst).