In der Rubrik „Forschung 1945“ wurde ein neuer, ausführlicher Artikel zum Kriegsende im Raum Volary (Wallern) und Strážny (Kuschwarda) veröffentlicht. Der Artikel kann hier (Link) gelesen werden.
Hier im Blog eine Zusammenfassung der wesentlichen Ergebnisse:
- Bei Strážny war eine „Alarmkompanie“ der 1. Panzer-Division im Einsatz. Schwerpunkt der Kämpfe gegen die amerikanische 5th Infantry DIvision war Silnice, das damalige Landstraßen. Hier fielen fünf deutsche Soldaten.
- Ein Vorposten vermutlich dieser Einheit lag im bayerischen Mauth sowie in Annathal-Bärnbachruhe – hier kamen sechs Deutsche ums Leben, darunter ein Leutnant.
- Eine Kampfgruppe der 11. Panzerdivision, etwa 800 bis 1.200 Mann stark und im Kern durch das Panzer-Grenadier-Regiment 111 gebildet, errichtete eine Verteidigungslinie von Haidmühle (Bayern) über Horní Planá bis Frymburk. Diese Gruppe unterstand Generalmajor von Buttlar-Brandenfels und wurde noch während der Kämpfe im Raum Domažlice (Taus) planmäßig in den südlichen Böhmerwald vorgeschoben. Die 5th Infantry Division musste sogar einen Gegenangriff östlich von Aigen (Österreich) abwehren. Erst am 7. Mai ergab sich diese Kampfgruppe im Raum zwischen Černá v Pošumavi (Schwarzbach) und Frymburk.
- Der Kampf an der Säumerbrücke (Soumárksy most) bei Volary (Wallern) hat es zwar zu einiger Prominenz gebracht, da hier drei US-Soldaten fielen, war jedoch nur ein Ereignis von mehreren.
- zwei Todesfälle von SS-Leuten lassen darauf schließen, dass sich die Wachmannschaft des Todesmarsches jüdischer Frauen von Volary absetzen wollte.
- die Gesamtbilanz: Es fielen bis zu zehn US-Soldaten und wohl etwas über 20 Deutsche, ein für die Endphase untypisches Verhältnis.
